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Gobi March Blogs 2012
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PostsGobi March (2012) blog posts from Patricia Luft
15 June 2012 05:01 am (GMT+08:00) Beijing, Chongqing, Hong Kong, Urumqi
Tag 3 war schwierig, es ging nur aufwaerts und ich hatte einfach nicht den willen zu beissen, also bin ich nur die 1.30h gelaufen und habe den rest zum wandertag gemacht und hab zugesehen, dass ich mich entspanne und die gegend einfach geniessen kann.
Tag 4 war insgesamt super, mein erster starker tag, sehr viele huegel, so steil, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich als veranstalter, soviele leute da runter geschickt haette. Gestartet hat der tag mit einem lauf in den canyon und mit dem aufstieg zum shiptons arch, ein steinbogen der sich in das angrenzende tal oeffnet mit einem sensationellen blick. Kurzer blick einmal rundrum, ein paar fotos und dann gings wieder runter. Der aufstieg durfte ohne rucksaecke gemacht werden und war ohnehin anstrengend genug, da es ueber klettersteige hochging. Zurueck bei den rucksaecken, einmal socken gewechselt, da ich seit dem dritten tag, sehnenscheidenentzuendung in meiner linken fussbruecke hatte, was echt unangenehm beim laufen war. Der kurs lag mir sehr, ich hatte meinen spass mit dem auf ab, und den kleinen ziegentrails. Die landschaft einfach grandiose, bunte berge und huegel dahinter die weite und keine menschenseele, ausser mitstreiter. Bei der flussueberquerung, dachte ich, ich komm trocknen fusses drueber, und habe sissimaessig schuhe gewechselt, also badelatschen angezogen, nur um dann beim zweiten satz ueberquerung mit der kiesbank abzusinken und dann nass zu werden und insgesamt 25min zu verlieren, dass wird mir so auch nicht mehr passieren. Also bin ich anschliessend dann durch jedes wasser einfach durch, blasen hat man eh und ob es noch ein paar mehr werden, ist dann auch schon egal. 3km wurden gekuerzt da die naechste flussueberquerung nicht mehr moeglich war, der fluss ist heftig angestiegen und war reissend. Im camp hab ich den abend damit verbracht meine fuessezu flicken und fuer den langen tag vorzubereiten.
Tag 5 ging dann mit 2h bustransfer los, durch grandiose landschaft an der grenze zu kirgisistan und pakistan. start war auf einem hochplateau auf 2.100m um 10h. beim loslaufen habe ich mich superschlecht gefuehlt, hatte mir den virus aus dem camp eingefangen und meine verdauung war im eimer. Bin also die 1.h schnell gegangen und hatte darauf vertraut, dass ich einfach spaeter meinen rythmus finden wuerde. Ab cp1 hab ich dann gas gegeben und dann gings dahin. Km 10 bis 20 ging nochmal ordentlich runter und rauf um dann im flussbett runter zu laufen ansonsten war der kurs eher untechnisch. Zwischendrin gabs noch einen sturm mit leichtem regen, in der ebene sandteufel, so aehnlich wie bei tornados, einfach nur aus sand. Die sandfahnen zogen ueber die ebene und hinter mir hats gewittert.
Die vorderen plaetze waren vergeben, ich hatte nicht drauf trainiert und ich hab meinen langen lauf einfach nur genossen. Einfach an der grenze zu Pakistan, rechter hand die verschneite bergkette linker hand die schiere weite in rot, gruen, gelb, braun, gerade den60igzten km runterzulaufen und sich einfach gut zu fuehlen. Meine fuesse ziemlich uebel mit blasen, die sehne tat weh, aber irgendwie ist ein ultra ohne schmerzen auch nix. Und je mehr schmerzpunkte vorhanden sind, umso besser, da sich der schmerz dann einfach verteilt und man kopfmaessig nicht nur mit einer stelle beschaeftigt ist. Irgendwie wird vieles auch relativ. Ich war einfach so gluecklich und einfach dankbar, dass ich gesund bin und den kram hier machen kann. Im ziel war ich nach 11.11h und haette noch weiterlaufen koenne, der erste ultra den ich bei tageslicht beendet habe, sehr ulkiges gefuehl – allein, weil diee region auf Beijing time ist und es erst um 11.30 dunkel wird. Das camp liegt wunderschoen im tal und jeder geniesst den heutigen tag. Die letzten sind heute morgen um 9 eingetroffen, einfach der hammer, was eine leistung, 25h unterwegs auf diesem kurs.
Thanks to everyone for writing and wishing me well, it is so motivating and it does keep up my spirits for running. Thanks Sergio, for running with me in thoughts and providing the splits.
Vielen dank fuers daumen druecken und schreiben, morgen gibts nochmal 15km, dann finish, dann duschen, herrlich, endlich mal wieder sauber, essen soviel wir wollen, was ein fest. patricia
11 June 2012 05:59 am (GMT+08:00) Beijing, Chongqing, Hong Kong, Urumqi
start heute um 8am weg von der uygur village und es ging gleich in die huegel. die ersten 10km waren noch ok, die naechsten 10km waren ziemlich anstrengend. es ging konstant auf und ab teilweise so steil, dass einige laeufer auf ihrem hintrern runter sind. ich war nur froh, dass mir bergrunter und rauf echt liegt, so konnte ich zeit gut machen. allerdings habe ich nach einer weile dann meine stoecker rausgenommen um kraft zu sparen.die nachsten 9km gingen durch flussbetten und waren sehr schwer zu laufen. dieletzten 11km gingen dann runter, was die beine von allen auch nicht besser gemacht hat. die landschaft war sehr abwechslungsreich in weiter ferne konnte man verschneite bergriesen sehen. zwischen 1. und 2. etappe gab es rote felslandschaft was auch als mars in der gobi bezeichnet wird. sehr faszinierend. auf der letzten etappe war es ziemlich heiss und es wurde immer heisser. die letzten kamen kurz vor cut off time um 6.30 ins ziel. . ich finde es immer wieder bewunderswert was die walker an durhchaltewillen zeigen. die haben meist die schlimmsten fuesse und definitiv die heisstesten temparaturen. echt hut ab.
so,morgen gehts wohl nur bergauf, mal sehen wie das wird. bis dahin noch allen einen schoenen tag und lieben dank fuers daumen druecken und schreiben.
patricia
Comments: Total (8) comments
Posted On: 15 Jun 2012 09:34 pm
Posted On: 15 Jun 2012 03:00 am
Posted On: 14 Jun 2012 12:38 am
Posted On: 13 Jun 2012 06:01 pm
Posted On: 13 Jun 2012 12:41 pm
Posted On: 13 Jun 2012 09:12 am
Posted On: 12 Jun 2012 05:03 pm
Posted On: 12 Jun 2012 02:27 am
10 June 2012 05:03 am (GMT+08:00) Beijing, Chongqing, Hong Kong, Urumqi
Samstag nachmittag um 2 pm gings endlich los, 160 leute wurden in 8 bussen verstaut, samt gepaeck, und die begleitcrews in 20 jeeps und polizeiescorte. Sobald wir die strasse verlassen hatten, wurde es sehr abenteurlich. Ich dachte mir nur, dass nachdem ich die startgebuehr fuers laufen gezahlt hatte, konnte meine bestimmung sicherlich nicht sein, mit dem bus einen abhang abzustuerzen und hab ich mich entspannt und aufs bilder machen kozentriert. Die fahrt ging durch kargste bergregion, sehr eigen geformte felsformationen in immer wechselnden farben, rot, grau, gruen, ocker. Irgendwo fiel der kommentar, dass es aussicht wie bei starwars. Unglaublich schoen auf duennstem dirttrack. Camp wurde 3h spaetererreicht. Spontan hatte das angrenzende dorf eine eroeffnungszeremonie fuer die 160 nutcases veranstaltet. Es gab traditionellen tanz, gesang, der damit endete dass einige von uns mit locals getanzt haben. Danach gabs ein tradtionelles pferdespiel bei dem man sich gegenseitig eine ziege abjagen muss und in einen vorher bestimmten kreis legen muss. Alleine sich mit den locals, die eher keine frmenden zu gesichtbekommen, war einfach ergreifend und echt ein erlebnis.
Die strecke wurde kurzfristig geaendert und von 42 auf 34 gekuerzt, da eine der flussquerung, so hoch wasser fuehrte, das so kleine leute wie ich haetten schwimmen muessen. Ich war sehr froh, dass mir das erspart blieb. Ob die strecke nachgeholt wird, weren wir dann noch sehen. Lauf insgesamt ging ganz gut, habslangsam angehen lassen, und bindie letzten 4km gegangen um mich zu entspannen. Der gegenwind war ziemlich stark und manchmal fast zu anstrengend dagegen anzulaufen. Ansosnten war die strecke eher leicht, mit diversen flussquerungen, die ich alle trockenen fusseshinter mich gebracht habe. Landschaftlich wieder sehr beeindruckend, das ende in eienm dorf, sehr speziell, mit dem luxus, das wir in traditionellen kameldunghaeusern schlafen. Bin als 53igste nach 4.40h eingelaufen. Der nachmittag geht schnell um, mit fusspflege, ruhe und beine entspannen, energie zufuehren, kalium haushalt ausgleichen, wasser auffuellen und hoffentlich spaeter gut und ein paar stunden schlafen.
Die strecke fuer morgen wurde verlaengert um einen teil von heute heraus zu holen,so dass es jetzt 42km sein sollen.
Vielen dank fuers daumendruecken und die emails/ comments. Viel spass beim lesen und bis morgen.
Patricia
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Posted On: 11 Jun 2012 12:48 pm
Posted On: 11 Jun 2012 04:28 am
08 June 2012 05:25 am (GMT+08:00) Beijing, Chongqing, Hong Kong, Urumqi
Jetzt sitze ich in Kashgar, bin super happy, dass ich angekommen bin, samt meinem Koffer und meinem Essen. Der Flug war ueberraschend angenehm, Aeroflot gar nicht so schlecht wie ihr Ruf von Muenchen nach Moskau. Von dort dann mit China Airlines weiter nach Urumqui und dann in Kashgar, den Flieger in Urumqui gleich mal verpasst. 4h spaeter, war dann der naechste Flieger frei. Die Landschaft aus dem Flieger war grandios, riesige Bergketten, 100te km lang und beindruckend karge Landschaft. Kashgar selber scheint Einfluss aus mehreren Kulturen zu vereinen, orientalisch, chinesich und die uygurische, was sich mindestens schon mal im Essen und im Erscheinungbild der Menschen aeussert. Hoechst beindruckend finde ich, dass alle Mofas (schaetzungsweise 50% des Verkehrs) elektrisch betrieben sind, der Verkehr ist damit angenehm leise, obwohl soviele unterwegs sind. Wieso geht sowas nicht bei uns, aber am Ende der Welt, wo kaum ein Mensch Englisch spricht (auch wenns nix miteinander zu tun hat).
Mittlerweile sind die meisten Teilnehmer angekommen, viele bekannte Gesichter, manche erkenne ich gar nicht auf Anhieb, weil ich sie nur schmutzig und in Laufklamotten aus der Sahara in Erinnerung habe..naja, Sonntag sehen wir ja dann alle wieder so aus. Es ist immer wieder klasse, in einem so kleinen Kreis (150 TN) soviele unterschiedliche Nationalitaeten zu haben und soviele spannende, voellig relaxte Leute kennen zu lernen.
Morgen gibt es Briefing, dann wird endlich das Streckenprofil bekannt gegeben, bin mal gespannt, wieviele Flussueberquerungen und wieviele Hoehenmeter auf der Strecke sind und wie lang der Ultra ist. Danach entscheide ich, ob ich noch Gehhilfen (Lauftoecker) einpacken werde um auf den Bergetappen Kraft zu sparen. Ich durfte schon einchecken, mein Rucksack wiegt ohne Wasser 8kg, fuer den Start am Sonntag dann 9.5kg.
Temparaturen sind derzeit noch ganz angenhem, wird spannend wie heiss es in der Wueste wird. Am Samstag werden wir alle am nachmittag 4h in die Wueste fahren und schlafen die erste Nacht im Camp. Start wird dann um 8am am Sonntag sein.
Schon mal ganz lieben Dank bei allen fuers Daumendruecken und an mich Denken, es gibt soviel Energie und ist so schoen zu wissen, dass soviele von Euch in Gedanken dabei sind. Somit hoffe ich, dass ich Euch die naechsten Tage mit meinem Blog alle ein bischen auf dei Strecke mitnehmen und teilhaben lassen kann.
Falls ich in den naechsten Blogs auf Englisch umsteige, bitte nicht wundern, aber irgendwie ist das die einzige Sprache, die hier Teilnehmer uebergreifend funktioniert und nach ein paar Tagen nur English quatschen ist das irgendwie einfacher.
Alles Liebe aus Kashgar
Patericia
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Posted On: 17 Jun 2012 08:14 pm