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Gobi March Blogs 2014
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PostsGobi March (2014) blog posts from Peter Minicka
10 June 2014 02:39 am (GMT+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rome, Stockholm, Vienna
Alles was ich nicht mehr brauche werfe ich weg.
Ich rechne nochmals nach. Asger ist 19 Minuten hinter mir. Rob 24. Rob will alles geben, um Asger den Platz streitig zu machen. Asger´s Plan ist, einfach an Rob dran zu bleiben. Sagt mir aber, dass er heute noch ohne Probleme 4min/km laufen könnte. Ich rechne nochmal. Mit gemütlich wird wohl nix. Sollte ich die Jungs ziehen lassen, laufe ich Gefahr, dass beide an mir vorbeiziehen. Mein teuflisch schlauer und genauso einfacher Plan: Ich bleibe an beiden dran, wenn ich kann. ;-)
Wir gehen zum Start. die 15 Jungs sind bester Laune, Chema macht noch Späße mit dem Megaphon von Sam. Dann geht es los...
Rob zieht an. Zu meiner Erheiterung nicht so schnell wie gedacht. Wir laufen mit knapp über 10 km/h im Sand los. Mein Knie macht mit. Ich habe keine Probleme zu folgen, wollte aber auf soviel Tempo am letzten Tag verzichten und gemütlich ins Ziel rollen. Nach 4 km gehts leicht aufwärts. Ich meine erkennen zu können, das Rob etwas die Puste ausgeht. Um das Tempo vollenends rauszunehmen frage ich spaßhalber nach Asgers 10km-Zeit. Er meint zu seinen guten Zeiten lief er unter 30 Minuten. Wir unterhalten uns. Rob will nicht mehr. Meine Taktik geht auf. ;-)
Als wir uns einig sind, dass sich an den Platzierungen heute nichts mehr ändert, frage ich Rob wie es sich in den Top10 anfühlt. Er meint er kann mir nicht folgen, er wäre ja auf 11 und kämpft um den 10. Platz. Ich sage ihm, dass er gerade gegen Platz 8 und 9 rennt, und er auf 10 ist. Er kann es kaum glauben. Es stellt sich heraus, dass er in den Resultaten (Excel) die Überschrift in der 1 Zeile mitgerechnet hat. Freude übermann ihn!
Wir traben langsam in Richtung Finish-Line. Brett läuft auf uns auf. 100 Meter vor dem Ziel ist das Timing. Wir unterhalten uns, wer als erster von uns gewertet werden soll. Ich gebe meinen 8. Platz an Rob, für die gute Pace nach dem Start. Er freut sich!
Gemeinsam rennen wir über die Ziellinie. Unbeschreiblich! Im Ziel wartet Musik, Bier und Essen auf uns. Wir genießen das Fest und gratulieren uns!
Nach 2 Stunden Busfahrt sind wir wieder im Hotel. Ich freue mich die Fahrt überlebt zu haben.
Abends findet eine Feier statt. Die einzelnen Gewinner werden geehrt. Gg. 23 Uhr versuche ich zu schlafen. Es fällt mir schwer.
Der Heimflug verläuft ohne Probleme. Ich fliege bis Amsterdam mit Asger. Wir unterhalten uns nett. Danke dafür! Wir sind uns einig, in Kontakt zu bleiben.
In Stuttgart holt mich Lena mit meinen Eltern ab. Lena freut sich über den riesen ChupaChups-Lutscher den ich ihr mitbringe. (Nach der Atacama gabs auch schon einen. Es war Ihr Wunsch)
Zuhause angekommen hängt ein von Lena gebasteltes Willkommens-Plakat über der Eingangstür. Genial!!
Kurz nach dem Abenteuer kann ich für mich zusammenfassend feststellen, dass ich mein Ziel erreicht habe. Ich wollte so fit sein, dass ich das Rennen zu großen Teilen genießen kann. Dass dabei ein 8. Gesamtplatz herausspringt, hätte ich nicht gedacht. Es tut mir leid, dass Freunde von mir nicht so viel Glück gehabt haben.
Besonders bedanken möchte ich mich
bei meiner Frau und meinen Kindern, die auf mich verzichtet haben. Meine Frau ist die beste Mutter, die ich mir für meine Kinder vorstellen kann! HEGAL!
bei Oma Ursel, Oma Doris, Opa Jochen, Opa Heinz, die meine Frau mit den Kids tatkräftig unterstützt haben.
beim Eiscafe Santin in Stuttgart, allen voran Dita und Giampi. Ohne Eure Unterstützung wären solche Abenteuer nicht möglich! Danke für die Freundschaft!
bei Andreas Bulling für immer tolle Berichte!
bei Rolf fürs Beef Jerky
bei meinen Lauffreunden für tolle Runden
bei den Teilnehmern, den Organisatoren und Volunteers des Gobi March 2014 für ein tolles Rennen
bei allen, die meine Spendenaktion zugunsten der Kinder im Oberdorfkindergarten in Uhingen in irgendeiner Weise unterstützt haben
und zuletzt bei allen, die mir die Daumen gedrückt, an mich gedacht oder mir geschrieben haben. Das hat mir sehr geholfen!
Ich freue mich jetzt auf viel gemeinsame Zeit mit der Familie.
Von zuhause
Euer Pit
@ Atha, Thomas: Danke! ;-)
@ Jürgen Scheible: Du kannst kochen, ich habe Bilder und Hunger! Da kommen wir bestimmt zusammen ;-)
07 June 2014 12:04 pm (GMT+08:00) Beijing, Chongqing, Hong Kong, Urumqi
Ich esse mal wieder Gulaschsuppe. Sam gibt bekannt, wie der naechste Tag verlaufen wird. Es wird in 3 Gruppen gestartet. Die Zeit wird genommen. Schade, somit kann es passieren, dass ich nochmals Tempo machen muss, sofern das Knie mitmacht. Riskieren will ich nichts.
Ich trinke viel. Sammle die versprochenen Steine fuer meine Mama und lege die Fuesse hoch.
Gerade habe ich erfahren, dass ich immer noch auf Platz 8 bin. 19 Minuten Abstand auf den Hintermann. Sollte reichen. Somit wird es morgen gemuetlich, und ich kann den Zieleinlauf geniessen. So der Plan… ;-)
Ich habe den Ueberblick ueber die ganzen tollen Nachrichten und Kommentare von Euch verloren. Es tut mir leid! Ich werde versuchen zuhause etwas Ordnung reinzubekommen. Versprochen!
@Andi: Ich habe hier kein richtiges Internet. Kann somit Deinen Bericht nicht lessen. Er ist bestimmt toll wie immer. Ein Lob habe ich schon erhalten. Ich habe auch gehoert, dass Du mich befoerdert hast. Zweimal! J
Ich werde zuhause einen letzten Blog-Eintrag schreiben. Schaut am Dienstag/Mittwoch einfach nochmal rein, wenn Ihr wollt…
Ich moechte trotzdem jetzt die Gelegenheit nutzen, auf eine Charity-Aktion aufmerksam zu machen. Ich sammle etwas Geld, um den Umbau des Oberndorf-Kindergarten in Uhingen zu unterstuetzen. Das Geld wird nicht direkt fuer den Umbau verwendet, sondern soll unmittelbar den Kindern in Form von Regalen und Spielsachen zugute kommen. Unterstuetzung ist gerne willkommen. ;-)
Naeheres dazu erfahrt Ihr auf den Seiten meines Vereins unter http://www.ast-suessen.de.
Morgen werden die letzten flachen 14km gelaufen. Im Ziel erwartet uns Essen und Dosengetraenk. Danach geht es mit dem Bus ins Hotel. Abends wird es eine Zeremonie mit Ehrungen geben.
Sonntag gehts auf gleicher Route wieder heim.
Man liest, hoert oder sieht sich in der Heimat wieder…
Danke fuer die unglaublich tolle Unterstuetzung!!
Euer Pit
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Gunther Zeller
Posted On: 07 Jun 2014 05:12 pm
andreas Bulling
Posted On: 07 Jun 2014 04:02 pm
atha mikas
Posted On: 07 Jun 2014 09:55 am
Juergen Scheible
Posted On: 07 Jun 2014 08:20 am
07 June 2014 11:59 am (GMT+08:00) Beijing, Chongqing, Hong Kong, Urumqi
Nach ca. 500m sticht es im linken Knie. Ich kann nur noch wandern. Die naechsten KM bis CP2 werde ich einige Male ueberholt. Ich marschiere mit 7 km/h zum CP. Ab hier geht es leicht bergauf. Ich kann weiter ordentlich marschieren. Das Knie haelt. Ich hole wieder 2 Laeufer ein, darunter auch die erste Frau. Ich komme an einer Huette vorbei. Eine aeltere Frau macht Handy-Fotos von mir. Ihr Mann gibt mir die Hand. Er schnappt mich und resist mich rum, um ein gemeinsames Bild zu erzwingen. Ich werde sauer. Laufe trotzdem weiter. Ich drehe mich mehrmals um, um zu schauen wie es Isis hinter mir ergeht. Sie laeuft vorbei. Top!
Ein weiss-schwarzer Schmetterling begleitet mich und sitzt auf meinen Arm. Unglaublich!
Ich laufe an einer toten Kuh vorbei, es stinkt bestialisch. 300m spaeter erreiche ich CP3. Ich zeige dem Doc mein Knie. Er schaut, ob etwas gerissen ist, mein aber, dass nur das Band laediert sei. Er taped es und gibt mir Paracetamol. Bis CP4 wird es steiler. Ich komme langsam mehr ins schnaufen. CP4 liegt auf knapp 2800m. Daran koennte es liegen ;-)
Das Knie macht jetzt 1,5 h nach der Einnahme von Painkiller immer mehr Probleme. Ich bin mir aber sicher, dass es an den heftigen Steigungen liegt, und die Dinger einfach keine richtige Wirkung zeigen. Endlich oben angekommen treffe ich am CP auf Thomas. Er erkundigt sich, wie es mir geht. Er wuenscht wir dann viel Spass beim Downhill. 700hm auf einer staubigen Piste ins Tal.
Ich versuche zu Laufen. Oh Wunder, es klappt. Ich komme schnell runter. 1km vor CP treffe ich Matt, der mich winkend empfaengt und mich zum CP begleitet. Dort treffe ich auf Alberto. Er ist Spotmediziner. Er erklaert mir meine Verletzung und massiert meine Oberschenkel Aussenseite. Durch die Verhaertung schruppt die Sehne wohl immer ueber den Knochen. Ich muss versuchen den Muskel zu entspannen. Das wird heute aber nix mehr.
Das Knie tut jetzt wieder richtig weh. Es geht leicht bergab. Ich werde wieder ueberholt. Die Laeufer erkundigen sich nach mir. Man kennt und hilft sich. Man laeuft hier eben Miteinander!
Ich erreiche irgendwie CP4. Ab hier geht es wieder 750hm hoch zum zweithoechsten Punkt fuer heute. Ich wandere zuegig weiter. Mein Knie beruhigt sich. Ich komme super voran. Wir hatten den ganzen Tag Sonne. Jetzt schlaegt das Wetter um. Es fangt an zu regnen und wird kalt. Der Regen ist eiskalt. Ich brauche meine Regenjacke. Ich kann ungefaehr ausmachen, wo ich hin muss. Der Pass will nicht enden. Ich habe im Hinterkopf, dass wir oben wohl eine unglaubliche Aussicht auf Lake Sayram haben warden. Der Regen laesst nach, es ist aber immer noch frisch. Es will nicht enden. Eine Ewigkeit spaeter sehe ich den CP. Ich komme oben an, und bin vom Anblick fasziniert. Ich sehe den kompletten See mit den schneebedeckten Gipfel im Hintergrund.
Man sagt mir dass es nur noch 5 km downhill sind. Das sollte zu schaffen sein. Es wird kalt. Ich hole die Handschuhe raus. Ich komme am Wasser an und kann das Camp sehen. Die Markierung macht aber eine Linksbogen. Ich sehe die Finish-Line aber keine Zelte. Sie haben die Strecke gekuerzt. Bei mir stehen 71km auf der Ambit. 4 mehr al sim Roadbook. Egal, ich bin nach ca. 10:45h im Ziel. Mir ist etwas schlecht. Muss also etwas essen. Ich steige in eine Van und lege mich mangels Rueckbank auf den Boden. Seeberger Mango helfen gegen die Unterzuckerung. Ich freue mich auf die Gulaschsuppe im Ziel. Dort angekommen lege ich mich ertsmal in meinen Schlafsack um mich aufzuwaermen. Paul und James sind schon da. Wir gratulieren uns.
Ich trinke 2 Liter Tee. Ich habe das Gefuehl heute zu weing getrunken zu haben. Irgendwann geht halt nix mehr rein. Die Gulaschsuppe schmeckt wie immer super. Ich packe mich in meinen Schlafsack. Irgendwann schlafe ich ein…
Heute Abend mehr….
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04 June 2014 01:40 am (GMT+08:00) Beijing, Chongqing, Hong Kong, Urumqi
Wie jeden morgen ist um 7:30 Uhr Briefing. Wir bekommen letzte Hinweise. Nach 500m soll ein Bach ueberquert werden. Es wird nasse Fusse geben. Aus der Atacama weiss ich dass der Salomon Slab 5 und meine Wrightsock schnell trocknen. Der Vorschlag von Sam evtl die Schuhe auszuziehen kommt fuer mich nicht in Frage. Im Laufe des Tages werden wir noch mehr nasse Fuesse bekommen…
Bis CP1 komme ich gut voran. Das Wetter ist genial. Sonne, kuehler Wind. Ich stelle fest, dass ich vor lauter Espresso am Morgen meinen Powerbar Apfelstrudel in der Regenjacke vergessen habe. Also suche ich mir einen anderen Riegel und fruehstuecke unterwegs.
Auf dem Weg zu CP1 nehmen die Steigungen langsam zu. Die Landschaft ist genial. Um uns rum sind viele Gipfel. Ich mache Fotos.
Nach 18 km sehe ich CP2. Ich fuelle meine Flaschen und trinke eine auf Ex. Mittlerweile ist es richtig heiss. Nach ca 300m geht es extreme steil einen Berg hoch. Ich freue mich ueber die Abwechslung. Eine halbe Ewigkeit spaeter komme ich oben an. Auf der gesamten Strecke werden wir freundlich von dort lebenden Familien begruesst.
Die Abstiege sind sehr steil, und ich merke mittlerweile auch ein leichtes Ziehen im Knie.
Es folgen noch eine unmenge Grashuegel mehr, bis ich CP3 erreiche.
Die folgenden 5km geht e simmer auf und ab. Danach folgt ein langer Abstieg auf einer Schotterpiste bis CP4. Mein Knie schmerzt etwas beim runterrennen.
Ab CP4 sind es nur noch 10 km auf Asphalt bis ins Ziel. Ich renne 5km bergab, bis es langsam flach wird. Ich fange an schnell zu wandern. Am Strassenrand stehen Kinder. Es werden viele Fotos von uns gemacht. Ich moechte auch eine Gruppe Kinder fotografieren. Die Polizisten untersagen es. Ein paar Meter weiter sehe ich die Polizeistation. Die wollen sie nicht auf einem Foto haben.
Morgen stehen 67km und 2400hm im Roadbook. Ich versuche Kraefte zu sparen, befuerchte aber, dass das nach der schweren Etappe fast nicht moeglich ist.
Zwischenstand nach Stage 4:
2 Zehennaegel, 4 Blasen, leichtes Ziehen im Knie, geschwollener unterer Ruecken vom Rucksack. Ultralauftechnisch also alles im gruenen Bereich ;-)
Ich rechne morgen mit einem langen Wandertag. Da es die letzte richtige Etappe ist, sollte das kein Problem sein. Technisch wird es morgen wohl nicht so anspruchsvoll. Mal schaun…
Ich freue mich waehrend der Etappen schon aufs Cybertent, um Nachrichten von Euch zu lessen. Vielen Dank dafuer!! Freut mich riessig! Mit der Zeitverschiebung ist es leider nicht so einfach Euch zu antworten. Ich habe Nachmittag immer erst die Nachrichten von Vorgestern. Ich werde versuchen die Antworten uebermorgen am freien Tag etwas auf die Reihe zu bekommen. Sorry dafuer!
Unser Camp liegt schoen versteckt zwischen Baeumen. Die kommenden Laeufer werden mit Trommeln begruesst. Fuer heute ist die Cutoff bei 13:30 h. Ich ziehe den Hut vor den Laeufern, die heute Abend erst ankommen, und morgen wieder an der Startlinie stehen! Unglaubliche Leistung!
Ich leg jetzt mal die Fuesse hoch!
Muede aber guter Dinge
Euer Pit
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Andreas Bulling
Posted On: 06 Jun 2014 03:24 pm
Armin Förster
Posted On: 05 Jun 2014 09:32 pm
Juergen Scheible
Posted On: 05 Jun 2014 04:37 pm
Thorsten Stübe
Posted On: 05 Jun 2014 01:35 pm
atha mikas
Posted On: 05 Jun 2014 12:12 pm
Wolfgang Scholz
Posted On: 05 Jun 2014 09:29 am
Ursula und Jochen Minicka
Posted On: 05 Jun 2014 05:20 am
03 June 2014 01:34 am (GMT+08:00) Beijing, Chongqing, Hong Kong, Urumqi
Es regnet, und das Zelt ist genau an meinem Platz undicht. Schnell kommen Einheimische Helfer und spannen eine Folie drueber. Es funktioniert.
Heute Morgen regnet e simmer wieder. Ich gehe mit Shirt und Armlingen an den Start. Es geht los, und der Regen wird staerker. Wir machen einige Hoehenmeter. Die 12 km bis CP1 sollen es 550 hm sein. Da ich mir nicht sicher bin, ob ich gestern nicht sogar etwas Fieber hatte, gehe ich verhalten an. Die Steigungen machen mir nichts aus, und bringen im Gegensatz zu gestern Abwechslung in die Etappe.
Fast die ganze Strecke entlang steht Grenzpolizei. Ich denke wir sind nicht weit weg von Kasachstan. Die Jungs sind ueberwiegend freundlich und gruessen gerne zurueck. Einige machen mit ihren Handys Fotos von uns.
Es regnet stark. Mir ist sehr kalt. Durchgefroren komme ich an CP1 an. Ich entschliesse meine Regenjacke anzuziehen. In den Taschen habe ich meine Handschuhe versteckt. Meine Flaschen bekomme ich selber nicht mehr auf. Die Helfer am CP erledigen das fuer mich. Ich brauche bestimmt 10 min bis ich die Handschuhe waehrend ich weiterlaufe anhabe.
Langsam taue ich auf. Bis CP2 graupelt es noch kurz. Ich komme gut voran. Ich kann schon seit langem den CP sehen. Langsam kommt er naeher. Am CP angekommen sage ich den Helfern, dass sie doch bitte meine Flaschen auffuellen sollen. Jetzt soll der haerteste Part des Tages kommen. 500 hm auf 1,5 km. Ich habe extra die Etappe danach ausgerichtet. Am CP sagt man mir, dass die Ueberschreitung des Passes nicht moeglich ist, und dass es nur noch 3 km bis ins naechste Jurtendorf waeren. Ich kann es schon sehen, und laufe gemuetlich ins Ziel.
Ich werde gleich zum Aufwaermen in eine Jurte gebracht. Ich witzle mit Chema (2facher Olympiateilnehmer Marathon; Bestzeit 2:08h) ob er auf die letzten 3 km eine neue Bestzeit aufgestellt hat. Er lacht und meint, dass er schon Gas gegeben hat.
Unsere Jurte fuer die Nacht ist fertig. Ich bette mich um und ziehe mir trockene Sachen an. Da draussen wieder die Sonne scheint, haenge ich die nassen Sachen nach draussen.
Ich treffe Giampi. Er musste wg. der heftigen Kaelte bei CP1 aussteigen. Es tut mir sehr leid fuer Ihn!!
Ole ist seit gestern nicht mehr im Rennen. Er hat massiv Knieprobleme bekommen, Schade!!
Ueber Knieprobleme klagen mittlerweile viele. Der schwere Rucksack und der harte Untergrund macht wohl vielen zu schaffen.
Ich versuche mich nach der kurzen Etappe heute etwas zu erholen. Ich befuerchte, dass die km von heute evtl die naechsten Tage angehaengt werden muessen. Wir werden sehen….
Auch wenn es sich anstrengend anhoert, versuche ich unterwegs Bilder zu machen, und die Landschaft mitzubekommen. Sie ist hart aber schoen. Im Camphintergrund sehen wir schneebedeckten Gipfel. Toller Anblick!!
Aus einem Jurtendorf mitten im Nirgendwo
Euer Pit
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Rolf Drohmann
Posted On: 04 Jun 2014 06:54 pm
riexi .
Posted On: 04 Jun 2014 06:09 pm
Marc Forster
Posted On: 04 Jun 2014 04:46 pm
Jürgen Scheible
Posted On: 04 Jun 2014 03:55 pm
Kathi und Basti Oswald
Posted On: 04 Jun 2014 02:50 pm
atha mikas
Posted On: 04 Jun 2014 11:22 am
Andreas Bulling
Posted On: 04 Jun 2014 09:13 am
Ursula und Jochen Minicka
Posted On: 04 Jun 2014 06:54 am
02 June 2014 01:22 am (GMT+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rome, Stockholm, Vienna
Fuer heute standen laut Roadbook “einfache” 39,8 km mit 700 hm an. Leider gings die ganze Zeit geradeaus. Keine Abwechslung. Es wurde relative schnell sehr heiss. Ich habe sehr geschwitzt.
Der Untergrund war z. T. Gras mit groben Steinen. Relativ gefaehrlich. Ich bin auch ein paar Mal umgeknickt. Meine Baender sind aber alle heil geblieben. Andere hatten leider nicht so viel Glueck…
An Km 25 wirds mir leicht schwummerig. Ich verliere sehr viel Fluessugkeit. Also muss ich mich zwingen sehr viel zu trinken. Dazu verordne ich mir mehr Elektrolyte. Es funktioniert. Ab Km 30 fuehle ich mich gut, aber leer. Kurz vor dem Ziel laufe ich auf Frederik, einen netten Schweden auf. Wir unterhalten uns nett. Kurz vor der FinishLine bietet er mir den 12. Platz an. Ich sage ihm, dass es mir wichtiger ist, mit ihm gemeinsam ins Ziel zu laufen, statt einen Platz besser zu sein. Die Platzierung sieht zwar gut aus, ist mir aber nicht so wichtig.
Im Ziel ist mir kalt. Ich tausche die nasse Rennkleidung gg. trockene. Ich hoffe dass das Zeug irgendwie bis morgen trocken wird. Mittlerweile regnet es etwas.
Ich esse meine Suppe und lege mich schlafen.
Jetzt sitze ich in einer mongolischen Jurte am Notebook. Ich denke der Anblick ist gar nicht so ungewoehnlich. Unterwegs treffen wir auf viele einheimische Maenner, Frauen und Kinder. Die meisten machen Photos mit dem Handy von uns. Sie sind sehr freundlich!
Fuer morgen stehen harte 40 km mit vielen Steigungen an. Ich muss mich heute gut erholen, um morgen fit zu sein. Deshalb esse ich jetzt wie jeden Abend gefriergetrocknete Spaghetti Bolognese. Heisses Wasser rein, fertig. Schmecken lecker!
Vielen Dank fuer die netten Kommentare und Nachrichten! Ich freue mich jeden Tag von Euch zu lessen!
Etwas platt…
Euer Pit
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Torsten Riemer
Posted On: 03 Jun 2014 09:49 pm
Elisabeth und Klaus Walter
Posted On: 03 Jun 2014 07:40 pm
Markus Härter
Posted On: 03 Jun 2014 07:00 pm
Jürgen Scheible
Posted On: 03 Jun 2014 05:37 pm
Michael Schwab
Posted On: 03 Jun 2014 05:25 pm
Rolf Drohmann
Posted On: 03 Jun 2014 04:48 pm
Kathrin Bulling
Posted On: 03 Jun 2014 12:35 pm
atha mikas
Posted On: 03 Jun 2014 12:04 pm
Ursula und Jochen Minicka
Posted On: 03 Jun 2014 05:49 am
01 June 2014 02:26 am (GMT+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rome, Stockholm, Vienna
Am Mittwoch ging es puenktlich um 9:45 Uhr von Stuttgart nach Amsterdam. Also erstmal in die falsche Richtung. Macht nix…der naechste Flug nach Peking geht dafuer zu weit. Nach 9 ½ Stunden muessen wir 2 Fluege zurueckfliegen, um in die Grenzregion von China und Kasachstan zu gelangen. Alle laeuft wie geplant. Lediglich in Urumqi haben wir statt 6 Stunden 8 Stunden Aufenthalt. Dem Medical Team geht es aus nicht besser. Zeit um erste Kontakte zu knuepfen. Ich sagen Ihnen zwar, dass ich sie waehrend des Rennens nicht sehen moechte, aber wer weiss schon… ;-) Sie verstehen den Spass. Nette Truppe!
Wir kommen ziemlich platt nach ueber 30 Stunden abends um 10 (Ortszeit) an. Wir duschen und versuchen zu schlafen. Bei mir klappt es ueberhaupt nicht. Irgendwann schlafe ich doch ein und wache nach guten 10 Stunden zum Mittagessen wieder auf.
Das essen im Hotel schmeckt nicht. Ich bin nicht waehlerisch, aber es gibt Grenzen…. Cola gibt es nur aus einem abgeschlossenen Kuehlschrank.
Giampi und ich packen unseren Rucksack fuer den Checkin am Samstag. Travellunch, BeefJerky, Trockenfruechte,… kommt in ZipLocks. Die Rationen fuer die Tage kommen in groesse ZiplLocks. Wir gehen die List emit der Plichtausruestung nochmals durch. Alles sollte passen…
Abends gehen wir mit Jagdeep einem netten Inder, den wir in der Atacama kennengelernt haben, und anderen Jungs in die City zum Essen. Unterstuetzung bekommen wir von Agnes. Sie ist Chinesin und managed unser Essen. Es gibt gegrilltes vom Spiess. Genial!!.
Der Checkin verlaeuft problemlos. Jim schaut sich meinen Rucksack und die Ausruestung an. Die wasserdichte Tasche brauche ich zum Glueck nicht. Sie sehen ein, das seine wasserdichte Tasche in einem wasserdichten Rucksack keinen Sinn ergibt ;-)
Es gibt eine Welcome-Ceremony, zu unseren Ehren. Lokale Gruppen treten auf. Toll, was sie fuer uns auf die Beine stellen. Lokale Prominenz heist uns willkommen. Militaer und Polizei ist auch sehr present. Fuer unsere Sicherheit ist bestens gesorgt.
Wie futtern nochmal im Hotel. Huehnchen bedeutet ganzes Huhn. Ich finde einen Huehnerkopf im Essen. Andere Laender,…. Der Kaffee ist eine Zumutung. Ich freue mich auf meinen Instant-Espresso.
Wir werden zum ersten Camp gefahren. Da die Wettervorhersage duster ausschaut, warden wir zu einer Goldgraeberunterkunft gefahren. Die Jungs dort haben freundlicherweisse Raeume freigeraeumt, bzw. den Inhalt nach draussen gestellt. Am Abend wird es richtig kalt. In unserem Zimmer schlafen 20 Laeufer/innen. Irgendjemand macht nachts die Tuer zu. Ich bekomme langsam keine Luft mehr. Ole mach das Fenster auf. Viel besser!
Morgens machen ich mir erstmal meinen Espresso. Dazu gibt es Powerbar Apfelstrudel. Es gibt lediglich ein WC fuer Jungs. Die Schlange ist lang. Danach wird die Zeit knapp. Also Rucksack auf, Photo mit Giampi, und los gehts.
Das Feld ist flott unterwegs. Aus Erfahrung weiss ich, dass sich das bald gibt ;-) Ich halte die Fuesse still und folge in meinem Tempo. Anders als im Roadbook angegeben, stehen heute 50 km, 1000 hm an. Ich denke an meine Lauffreunde vom AMULT. Quasi ein Albmarathon am ersten Tag. Alles klar, ich kann einordnen was auf mich zukommt.
Es geht stetig bergauf. Ich kann bis auf die steilen Passagen alles rennen. Es weht ein kuehler Wind. Ich nehme nach einer Stunde Salz zu mir. Beim wegpacken rutscht mir der Fuss weg. Ich knalle mit dem Knie auf den Boden. Ich versuche hleich weiterzurennen. Es blutet, aber ich kann rennen. Mir faellt auf, das ich das wichtigste vergessen habe. Ich hab heute Morgen nicht an die Zeitnahme gadacht. Unser Transponder muss vor jeder Etappe eingecheckt warden. Ich komme zu CP1 und treffe Matt. Er ist RaceDirector. Ich kenne Ihn als Laeufer aus der Atacama. Er sagt mir, dass das kein Problem ist.
Wir laufen durch Flussbetten, durch Steppe, und ueber unglaublich viele Steine. Es wird richtig heiss. Ich bin bis zum Schluss fit und kann rennen. Bis ins Ziel geht es unendlich lange geradeaus. 15km vor dem Ziel sehe ich 3 Laeufer. Ich versuche bis zum Schluss aufzuschliessen. Es gelingt mir nicht. Egal.
Wichtig fuer mich:
Ich konnte heute ohne groessere Probleme ins Ziel rennen. Ich habe fuer die 50km 1000hm knapp 6 Stunden gebraucht. Ich bin hoffentlich bis morgen wieder fit. 2 Blasen habe ich mir heute geholt. Ich hoffe es bleibt morgen dabei.
Melde micht morgen wieder vom schoenen Ende der Welt!
Euer PitComments: Total (5) comments
Rolf Drohmann
Posted On: 02 Jun 2014 08:23 pm
mikas atha
Posted On: 02 Jun 2014 05:24 pm
Andreas Bulling
Posted On: 02 Jun 2014 02:42 pm
Wolfgang Scholz
Posted On: 02 Jun 2014 02:37 pm
Andreas Bulling
Posted On: 02 Jun 2014 08:41 am
23 May 2014 04:07 am (GMT+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rome, Stockholm, Vienna
my blog is set up now. I hope I will be fit enough to write some lines at the end of each stage. I will probably be too tired to write in two languages so I will only write in German, sorry about that.
I am looking forward to a great race, making more new friends, especially my tent mates in no. 2. :-)
See you in the desert and have a save trip!
Pit
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Wolfgang Scholz
Posted On: 11 Jun 2014 09:07 am
atha mikas
Posted On: 09 Jun 2014 09:40 pm